Sportpark Rheinhöhe

Sport1. September 2019

Während die Wunschliste immer länger wurde, sind die fundamentalen Anforderungen an das neue Schwimmbad – ausreichend Schwimmfläche für Vereine, Schulen und Hobbyschwimmer – aus dem Fokus geraten.

Der sportpolitische Sprecher der FDP-Stadtverordnetenfraktion, Alexander Winkelmann, fordert vom Magistrat dringend die Aufklärung der Vorwürfe bei den Vergaben für den geplanten Sportpark Rheinhöhe.

Winkelmann: „Ich vermisse beim Magistrat das nötige Problembewusstsein völlig. Schließlich stehen und fallen Großprojekte mit ihrer Planung. Vor diesem Hintergrund erscheint es zumindest fahrlässig, einen Planer zu beauftragen, der nachweislich wirtschaftliche Misserfolge mit strafrechtlichen Konsequenzen zu verantworten hat. Dies gilt umso mehr, wenn eine persönliche Nähe zwischen SEG und Planern besteht.“

„Wir haben bereits im Anfangsstadium der Planungen vor einer Überdimensionierung des Sportparks gewarnt. Während die Wunschliste immer länger wurde, sind die fundamentalen Anforderungen an das neue Schwimmbad – ausreichend Schwimmfläche für Vereine, Schulen und Hobbyschwimmer – aus dem Fokus geraten“, so Alexander Winkelmann.Der sportpolitische Sprecher erinnert den Magistrat an seine Aufgaben: „Ein Planer hat ein verständliches Interesse daran, umfangreich zu planen. Es muss daher Aufgabe des Bauherrn sein, zu überprüfen, ob die vorgelegten Planungen den eigenen Interessen sowie der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechen. Das scheint im vorliegenden Fall nicht ausreichend geschehen zu sein.“

Für die kommende Sitzung des Ausschusses für Sport und Freizeit kündigt Winkelmann daher weitere Nachfragen zum Sportpark an:

„Wir werden dem Magistrat einen Fragenkatalog vorlegen und erwarten, dass uns dieser in der Sitzung vom Oberbürgermeister als zuständigen Dezernenten sowie den Betriebs- bzw. Geschäftsleitungen von mattiaqua und SEG beantwortet wird. Wenn Fehler gemacht wurden, dann müssen wir sie jetzt heilen. Noch ist es nicht zu spät, um zu verhindern, dass das nächste Prestigeprojekt der Kooperation ins absolute Chaos abgleitet.“