Rheinwiesen vom Gift befreien – Unbeschwerte Freizeitgestaltung ermöglichen

StadtentwicklungUmwelt9. Juli 2018

Im Anbetracht steigender Temperaturen und dem damit verbundenen Drang vieler Menschen, ihre Freizeit im Freien zu verbringen, blicken die Freien Demokraten im Wiesbadener Rathaus mit gemischten Gefühlen auf die teilweise arsenverseuchten Biebricher Rheinwiesen. Der Stadtverordnete Fredy Mensching, der auch Mitglied im Ortsbeirat Biebrich ist erklärt dazu sorgenvoll: „Gerade zur Sommerzeit zieht es viele Menschen an den Rhein. Die Rheinwiesen in Biebrich böten großes Potential, um hier ein attraktives Freizeitgelände für die Menschen vor Ort und ganz Wiesbaden zu schaffen. Dazu bedarf es aber einer verbesserten Infrastruktur und vor allem der Entgiftung der arsenbelasteten Stellen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum man sich im Rathaus offenbar damit abgefunden hat, dass die Giftstoffe hier weiter im Boden verbleiben.“

Bereits im Jahr 2011 war das Problem der Altlastensanierung im Bereich der ehemaligen Anilinfabrik angegangen worden. Um der Stadt Kosten zu ersparen hatte man damals jedoch nur eine ‚Grundwassersanierung‘ vorgenommen. Enttäuscht führt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Lucas Schwalbach dazu aus: „Wir hätten uns gewünscht, dass sich die Stadt hier in den letzten Jahren mehr engagiert hätte. Noch im März 2015 hieß es aus dem Umweltamt, dass man keinen akuten Handlungsbedarf sehen würde. Es ist aus unserer Sicht völlig unverständlich, dass sich auch der jetzige Umweltdezernent – noch dazu von den Grünen – mit einer solchen Situation abfinden will. Aus diesem Grund werden wir nach der Sommerpause das Thema auf die Agenda der zuständigen Gremien setzen. Viel zu lange hat man im Rathaus weggeschaut und die Biebricher mit dem Gift alleine gelassen.“

Die Freien Demokraten haben zudem kein Verständnis dafür, warum die Rheinwiesen in Biebrich ein solches Schattendasein fristen müssen. „Jede Stadt, die an einem Fluss liegt nutzt dieses Potential für Einwohner und Gäste. Die stark frequentierte Promenade vor dem Schloss und die bisherige Nutzung der Rheinwiesen zeigen ja, dass die Menschen die Nähe zu Vater Rhein suchen. Wir sollten ihnen mit einem entgifteten und attraktiven Gelände die Möglichkeit geben, ihre Freizeit unbeschwert und sorgenfrei zu genießen“, so Mensching abschließend.