Neue Mobilität für Wiesbaden – ÖPNV attraktiver gestalten

Verkehr18. Juni 2018

Einstimmig hat der Verkehrsausschuss einen Antrag der Wiesbadener FDP-Rathausfraktion angenommen, mit dem der Magistrat beauftragt wird, die Möglichkeiten zur Einführung eines sogenannten On-Demand Rideshare Service zu prüfen. Der Verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Alexander Winkelmann erklärt dazu: „Andere Städte wie zum Beispiel München bringen derzeit neue dynamische Konzepte auf den Weg, um den ÖPNV um smarte, bedarfsgerechte Angebote zu erweitern. Da sollte die hessische Landeshauptstadt nicht hinter zurückstehen, wenn man es mit der Attraktivierung des ÖPNVs wirklich ernst meint.“

Bei dem Münchener Modell „MVG IsarTiger“ nutzt der Kunde sein Smartphone, um über eine App eine Fahrt – von einer bestehenden Haltestelle – zu buchen. Winkelmann führt dazu weiter aus: „Bei dieser neuen Form der Mobilität entfallen Linienwege und Fahrpläne, da die genaue Fahrroute ein Algorithmus unter Berücksichtigung von Buchungen weiterer Kunden festlegt, so dass sich die Kunden Fahrten teilen und die Fahrzeuge optimal ausgelastet werden. Idealerweise werden dabei emissionsarme Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Das bringt nicht nur die Fahrgäste schneller von A nach B, sondern sorgt auch für kürzere und damit umweltschonendere Fahrtwege. Insbesondere in Randlagen und zu Randzeiten.“

Aus Sicht der FDP-Stadtverordnetenfraktion kann ein solches Modell weitere Vorteile bieten. „Nach unseren Vorstellungen könnte man auch Synergien mit der „meinRad“-App oder anderen städtischen Apps nutzen und Kooperationsmöglichkeiten mit lokalen Taxiunternehmen anstreben. Wir Freien Demokraten wollen einen komfortableren ÖPNV, um weitere Kundengruppen zu erschließen. Denn wir setzen auf eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik, statt antiquierten Straßenbahnträumen hinterherzulaufen“, so Winkelmann abschließend.